Artikel-Schlagworte: „Preisverfall“

Schlott Gruppe AG

350 Arbeitsplätze weniger.
schlott Gruppe AG hat umfangreiches Restrukturierungskonzept beschlossen.
Auch die Freudenstädter schlott Gruppe AG steckt tief in Rezessionskrise. Aufgrund eines weiteren Einbruchs bei der Nachfrage legt das Rotationsdruck-Unternehmen Maschinen still und baut vorläufig 350 Arbeitsplätze ab.

***pBIZm (Neckar-Chronik) - Mitte dieser Woche haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der schlott Gruppe, eins der führenden europäischen Druck-Unternehmen, den umfangreichen Maßnahmenplan vorgestellt, mit dem die sht_schlottgruppe_4c_150-92Krisenfolgen gemeistert werden sollen. Das Kostensenkungsprogramm soll nicht nur dazu dienen, die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise (Nachfragerückgang) und den „enormen Preisdruck im Markt” abzufangen. Es ist auch gleich so gestrickt, dass es das börsennotierte Unternehmen „wieder nachhaltig in die Gewinnzone” führen soll.

Das Maßnahmenpaket wurde, wie inzwischen verlautet, mit den Stimmen der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat verabschiedet. Die Arbeitsnehmervertreter haben es abgelehnt. Allerdings betont der Vorstand, dass beabsichtigt ist, sämtliche Arbeitnehmerbeteiligungsrechte „vollumfänglich” zu wahren.

Was sieht der von den Managern konzipierte Krisen-Plan vor:

  • Einmal die Reduzierung der installierten Maschinenkapazität um 20 Prozent. Damit sinkt die Produktionskapazität von aktuell 600 000 Tonnen (Druckerzeugnisse) auf 480 000 Tonnen.
  • Im Weiteren der Abbau von rund 350 Arbeitsplätzen - aktuell liegt das Arbeitsvolumen bei der schlott Gruppe bei 2330 Arbeitsplätzen. Dieser direkte Stellenabbau soll an den norddeutschen Standorten erfolgen.

Mittels weiterer, ergänzender Kostensenkungsmaßnahmen soll die Profitabilität des Unternehmens verbessert werden. Das Ziel ist dabei, bereits im nächsten Jahr wieder ein positives Vorsteuerergebnis zu erwirtschaften. Die Profitabilität soll, in Zahlen ausgedrückt, generell und nachhaltig zunächst um 25 Millionen Euro verbessert werden.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Prinovis schließt Standort Darmstadt

Prinovis schließt Tiefdruck-Standort Darmstadt, denn „…Darmstadt hat keine Zukunftsperspektive“ mit 296 Arbeitsplätzen


***pBIZm - Der Markt zeigt Wirkung. Die apokalyptisch anmutende Insolvenz von Quebecor World nach dem gescheiterten Merger mit Roto Smeets (Niederlande), den beachtlichen Kapazitätsanpassungen bei Polestar in Großbritannien, den Problemen bei Schlott ist nun auch Prinovis gehalten, auf die Marktveränderungen zu reagieren.
Prinovis in DarmstadtDer auf High-volume getrimmte Tiefdruck genügt eher in Ausnahmen den veränderten Strukturen in Auflagenhöhen und Seitenumfängen. Schneller, breiter, höher - verkommt zur Historie und zehrt an Deckungsbeiträgen. Es sieht danach aus, als habe die anhaltende Marktsituation eine der modernsten Drucktechnologien über die Maßen inflationiert. Überkapazitäten, Preisverfall, gestiegene Energie- und Rohstoffkosten, die vor allem den Tiefdruck treffen, regulieren das Szenario für sich. Wer im Printgeschäft nichts verändert, der wird verändert, so ist die knappe Formel. Es ist Eile geboten, neue Marktkonzepte im Printbereich tragfähig zu machen. Der Griff zur Kostensäge soll helfen, weitere existenzielle Gefahren zu mindern, zumal der Printmarkt - so belassen wie er sich derzeit bietet - nicht wächst.

Diesen Beitrag weiterlesen »

printBIZ Key words
Archiv