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Druckindustrie leidet unter der Rezession
Fundamentale Daten sind besser als aktuelle Wirtschaftszahlen
***pBIZm - (bvdm) Die deutsche Druckindustrie leidet seit Jahresbeginn unter den Folgen der weltweiten Rezession. Positive Impulse von den Werbeausgaben der Wirtschaft fehlen gänzlich, so der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) anlässlich seiner Jahrespresse¬konferenz am Dienstag, dem 14. Juli 2009 in Frankfurt am Main. Für 2009 rechnet die Druckindustrie mit einem Umsatzrückgang von etwa sechs Prozent. Im Jahr 2008 erwirtschafteten die rund 11 000 Unternehmen der Branche einen Umsatz von etwa 23,3 Milliarden Euro. Dies sind rund ein Prozent weniger als noch im Jahr zuvor (23,6 Milliarden Euro). Die Kapazitätsauslastung der Betriebe sank im Jahresdurchschnitt 2007 von 83,2 Prozent, über 81,9 Prozent für 2008 auf 79,4 Prozent bis April 2009. Die Umsätze liegen für die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten kumuliert bis April 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent niedriger.
Außenhandel schrumpft – Zahl der Beschäftigten noch konstant
Das Exportvolumen für Druck-Erzeugnisse sank 2008 um 3,6 Prozent, das der Verlagserzeugnisse um 7,3 Prozent. Auch das Volumen der Importe ist geschrumpft. Hier verzeichnet die Branche für 2008 einen Rückgang von rund sieben Prozent. Insgesamt bleibt die deutsche Druckindustrie aber weiterhin Nettoexporteur. Exporten in Höhe von 4,8 Milliarden Euro stehen Importe in Höhe von zwei Milliarden Euro gegenüber.
In der deutschen Druckindustrie arbeiten derzeit rund 172 000 Mitarbeiter. Nach stabilen Vorjahreszahlen in 2008 rechnet der bvdm für 2009 bei anhaltender Rezession mit sinkenden Beschäftigtenzahlen in der Druckindustrie. Die Zahl der Arbeitslosen ist bei Druckberufen im ersten Halbjahr 2009 bereits um 13 Prozent gestiegen, die Zahl der offenen Stellen um 24 Prozent gesunken. Durch den von der Bundesregierung erleichterten Zugang ist die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit rasant angewachsen. Im ersten Quartal 2009 arbeiteten durchschnittlich insgesamt 3586 Beschäftigte kurz. Dies ist mehr als das Zwölffache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Quartal 2008: 260 Beschäftigte).
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